Der Wirtschaftsliberalismus ist gescheitert!

Um 1990 wurde das Ende bzw. das Scheitern des Realsozialismus ausgerufen. Den damaligen kommunistischen Ländern wurden zurecht Verstöße gegen die Menschenrechte, undemokratische Methoden und fehlendes Verständnis für die Wirtschaft vorgeworfen. Doch dies trifft auch auf den Wirtschaftsliberalismus (Neoliberalismus) zu.

Wirtschaftsliberale werfen Sozialisten gerne vor, sie hätten keine Ahnung von Wirtschaft: Inflation und Staatsschulden seien das Resultat. Doch welche Ideologie hat die vergangenen Weltwirtschaftskrisen verursacht? Welche Ideologie ist verantwortlich für die daraus resultierende Inflation und die von der Bankenrettung verursachten Staatsschulden? Der Wirtschaftsliberalismus. Seine Vorstellung von einem freien und unregulierten Markt führten zu den Spekulationen an der Börse, welche die vergangene Weltwirtschaftskrise verschuldeten. Aus diesen Vorfällen zog man nur kurz seine Lehren, ehe Trump die Bankenregulierung wieder aufhob. Anarchisten wird vorgeworfen, ihre Ideologie wurde nicht funktionieren, da der Mensch ohne staatliche Gesetze nicht vernünftig zusammenleben könne. Doch eben jenes Fehlen von jeglichen staatlichen Regulierungen fordern Wirtschaftsliberale für den Marht. Paradox, oder? Wobei es auch im Anarchismus Regeln gibt, nur werden diese eben von der gesamten Gemeinschaft beschlossen und nicht von Wenigen (Staat oder Konzerne).

Wirtschaftsliberale versprechen Steuersenkungen. Doch wie sollen diese finanziert werden? Mit Einsparungen im Sozialbereich. Dabei wird oft von Chancengleichheit gesprochen, doch diese existiert werden. Ein Mensch kann noch so intelligent und begabt sein, wenn er in einer armen Familie aufwächst, wird er kaum eine hochwertige Ausbildung abschließen können. Denn seine Eltern können sich das nicht leisten, das Kind muss möglichst früh arbeiten und auf eigenen Beinen stehen, um die Familie zu entlasten. Es ist so wie früher auf dem Land, wo die Kinder früh am Hof arbeiteten, anstatt in die Schule zu gehen. Da hilft auch ein ausgebautes Stipendiensystem nicht viel. Der Wirtschaftsliberalismus sorgt also dafür, dass wenige reich bleiben, während viele arm bleiben. Doch ist durchaus gewollt, da die Armen billige Arbeitskräfte sind, die den Profit erhöhen. Wenn ein Großkonzern heute Kinder in China für sich arbeiten lässt oder billig in Bangladesch produziert, wo es keine Arbeiterrechte gibt und die Angestellten nicht von ihrem Lohn leben können, ist dies dann nicht ein Verstoß gegen die Menschenrechte? Oder wenn lebenswichtige Medikamente nicht nach Afrika geschickt werden, da sich die dortigen Staaten diese nicht leisten können und dadurch Menschen sterben, ist dies nicht ein Verbrechen gegen die Menschheit? Oder wenn der Westen Lebensmittel wegschmeißt während in Afrika Kinder verhungern? Rechtfertig Profitmaximierung etwa deren Tod? Was ist, wenn wegen Erdöl Krieg geführt wird und deswegen Zivilisten sterben? All dies ist bereits passiert bzw. geschieht noch immer!

Zu guter letzt haben wir noch den Lobbyismus. Lobbyisten nehmen Einfluss auf Politiker und Parteien, damit Gesetze im Sinne von Großkonzernen erlassen bzw. geändert werden. Dies hat mit Demokratie nichts zu tun, findet aber tagtäglich statt.

Wenn nun also der Realsozialismus gescheitert ist, dann ist es auch der Wirtschaftsliberalismus. Denn es gibt keine wirklichen Unterschied zwischen Sowjetkommunismus (Staatskapitalismus) und Wirtschaftsliberalismus (Neoliberalismus). Der Mensch darf nicht der Wirtschaft dienen, ebenso darf die Wirtschaft nicht dem Staat dienen, sondern die Wirtschaft muss der Gemeinschaft dienen!

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