14 Kennzeichen des Faschismus

Die 14 Kennzeichen des Faschismus nach Umberto Eco:

1. Kult der Überlieferung. Es kann keinen Fortschritt des Wissens geben, die Wahrheit wurde schon offenbart, es geht nur noch um ihre oskure Botschaft.
2. Ablehnung der Moderne, Vernunft, Aufklärung -> Irrationalismus.
3. blinder Aktionismus: Aktion geschehen um der Aktion willen, um die die Gefolgschaft bei der Stange zu halten und durch Aktionismus jeden Zweife zu verdrängen. Denken gilt als Kastration. 
4. Ablehnung von Kritik. In der Moderne ist kritischer Dissens ein Mittel zum Erkennntniswachstum. Im Faschismus ist Dissens Verrat, der bestraft werenmuss.
5. Faschismus. wächst und sucht Konsens. Dazu wird Angst vor anderen Fremden, der die eigene, angeblich offenbare „Urwahrheit“ in Frage stellen könnt, vertieft.  Der erste Angriff geht geht die geistigen „Eindringlinge“, die angeblichen „Zersetzer“.  Alle Faschismen sind rassistisch.
Faschisten projizieren zugleich avber auch, was in ihnen ist- ihren Faschismus, Rassismus und Rachedurst, auf die Anderen, die so nicht sind. Sie belehnen alles mit ihrem eigenen So-sein, weil sie sich schlechterdings nicht vorstellen können, dass es nicht rassistische, nicht essen- tialistisch, nicht ursprungsbezogene Denkformen und Lebenspraxis geben kann, und bekämpfen im permanenten Kampf mit dem wirklichen Anderen das Falsch das in ihnen ist, am in verschobener und verkehrter Weise und fühlen sich dadurch von „Schuld“ entlastet, „rein“ und „frei“.
6. Faschismus entspringt gesellschaftlicher, massenhaft geteilter individueller Frustration
, ohne dass dei massen einen kritschen Begriff von den gesellchaftlichen Verhältnissen und der sie in diesen Verhältnissen versteckten, sie ausbeutenden Herrschaft haben
7. Den der gesellschaftlichen Identität beraubten sagt der Ur-Faschismus, ihr das Eigentuman dem Landes ihr Ursprungsrecht sei, das ihnen von niemanden genommen werden dürfe und könne – Ursprung des völkischen Nationalismus.
8. Er lebt Obsession der Verschwörung (Verfogungswahn), dem permanenten Gefühl der Demütigung, des Zu-Kurz-Gekommens-seins und dem daraus erwachsenden Rachedurst
.
9. Kampf als Selbstzweck. Es gibt keinen Kampf ums Überleben, sondern nur ein Leben für den Kampf.
10. Elitedenken. Man ist in bester historischer Gesellschaft.
11. Erziehung zum Heldentum, Heroismus als Norm, Todeskult („We love death more than the infidel loves life“ (ibn waraq)
12. Machismo, Sexismus – Waffen als Phallusersatz.
13. Qualitativer Populismus. Der Führer wirft sich zum Interpreten des Volkswillen auf (spricht z. B. wie Vural „imNamer aller Muslime auf der ganzen Welt“). Führer und Volk inszenieren sich als untrennbare Einheit – eine theatralische Fiktion.
14. Urfaschismus spricht Newspeak (Neusprech)